„Bedeutend ist die aortale Pulswellengeschwindigkeit. Je steifer die Arterien, umso höher die Pulswellengeschwindigkeit. Werte über 10 m/s stellen schon einen Endorganschaden dar“, so Baulmann.
Einer Studie zufolge hat man Diabetiker über 10 Jahre begleitet und festgestellt, dass die Pulswellengeschwindigkeit die stärkste Vorhersagekraft für deren Sterblichkeit zeigte!
Die Kombination aus arterieller Gefäßsteifigkeit, Verminderung des peripheren Gefäßquerschnittes und Pulswellenbeschleunigung führt zu einer früher einsetzenden, verstärkten Pulswellenreflexion. Die reflektierte Pulswelle erreicht das Herz bereits in der Systole desselben Herzzyklus und erhöht den systolischen Blutdruck.
„Die Pulswellenanalyse sollte man zur Risikostratifizierung von Hypertonie-Patienten einsetzen. Heute stehen einfach anwendbare, nicht-invasive Techniken zur Verfügung, die auch niedergelassenen Ärzten eine Diagnose gemäß deutscher wie internationaler Leitlinien ermöglichen“, so Baulmann.