
Bildquelle: namo/Dr. Ludwig Merker, Arnd Prilipp, Boehringer Ingelheim
Berlin, 11.11.11+++AMNOG machts möglich. Für die Markteinführung vom DPP4-Hemmer Linagliptin in Deutschland müssen die Hersteller Boehringer Ingelheim und Lilly ein Dossier mit 700 Seiten und rund 500 Quellenangaben zur Studienlage parat haben – das bewertet IQWIG dann in Bezug auf den Zusatznutzen – ob der vorhanden ist.
Nur wenn der erwiesen ist, dürfen Pharmaunternehmen den Preis selbst festlegen (obwohl sie vorher über Jahre viel Geld in die Entwicklung des Medikaments gesteckt haben).
Kurios: im Ausland schätzt man den Zusatznutzen längst. Dort ist Linagliptin zugelassen (USA, Brasilien, Japan, England, Dänemark, Österreich). Und man fragt im Ausland, aber ihr produziert doch das Medikament in Deutschland....warum ist das bei Euch so? Also ab ins Ausland, wer als Typ 2-Diabetiker mit eingeschränkter Nierenfunktion effektive Behandlungsmöglichkeiten ausschöpfen und von Innovationen profitieren möchte....+++
AMNOG stoppt die zweite Innovation
Stand der Dinge:
Linagliptin wird das komplette Nutzenbewertungsverfahren gemäß AMNOG durchlaufen. Das stellte Dr. Marco Penske, Boehringer Ingelheim, klar. Anfang Januar erwartet man den ersten Bericht. Im März/April 2012 kommt es zur Entscheidung, ob ein Zusatznutzen vorhanden ist.
„Dann könnten etwa 400.000 Patienten in Deutschland von Linagliptin profitieren“,
so Arnd Prilipp, Boehringer Ingelheim.