Berlin, 25.11.11+++ Lundbeck-Experten-Gespräch: Alzheimer: welche Behandlung ist optimal für den Patienten?Besser sind Antidementiva! Doch in Deutschland werden eher unspezifische Psychopharmaka wie Neuroleptika (und zuviel) verabreicht. Warum das so ist?
Weil man häufig demente Patienten lieber ruhig stellt. Manch einer hat auch Verwandte, die sich die Realität gern schön reden und sagen: Im Pflegeheim ist der oder die nahe Verwandte viel besser aufgehoben....(und stört auch weniger)?
Neuroleptika können auch noch die Sturzneigung von älteren Patienten erhöhen! Sie sind also in keinem Fall zur Dauertherapie geeignet - unreflektiert und langfristig Neuroleptika zu geben, ist falsch!
„Lieber früh behandeln als spät und besser spät als gar nicht“, erklärt Professor Rainer Hellweg von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charite Berlin und meint damit Behandlungsgrundsätze in Bezug auf Antidementiva und Acetlycholinesterasehemmer.
Denn die medikamentöse Therapie mit dem Antidementivum Memantin (z. B. Ebixa®) ist in den moderaten bis schweren Stadien der Alzheimer-Demenz geeignet, um den Erkrankungsverlauf zu verzögern und die Selbständigkeit der Betroffenen zu erhalten.